Im Urlaub laufen?

Für diese Frage gab es nur eine klare Antwort, nämlich JA! Gerade im Urlaub laufen zu gehen, bedeutet für mich Entspannung! Ohne Druck, ohne den Haushalt inklusive Mittagessen kochen und das Kind von der Kita abholen zu müssen! So wurde als erstes in den Koffer eine größere Auswahl an Laufsachen eingepackt. Da ich kurz vorher noch erkältet war und zu Hause nur einen kleine Testrunde auf unserem neuen Laufband ausprobieren konnte, sollte es dann in Mexico wieder voll losgehen! Aber erstmal kam der Flug, insgesamt dauerte es 17 Stunden bis wir im Hotel ankamen! Dann mussten wir erstmal am nächsten Tag, gegen den Jetlag ankämpfen! Aber am zweiten Morgen gab es keine Ausrede für mich, ich war früh wach, also schmiss ich mich in die Laufsachen. So lief ich dem Sonnenaufgang entgegen, das war ein wundervolles und super schönes Erlebnis! In Sieben langsamen Kilometern erkundete ich so auf meine Art die Hotelanlage. Mein Mann und ich waren zwar schon einmal vor 7 Jahren dort aber damals war nicht mal ein Fünkchen an Sport zu denken! Es wurde zunehmend wärmer und ich wurde mal wieder zur schwitzenden Tomate 😀

Es tat mir gut und ich war nach diesem Lauf schon um eine Erkenntnis reicher, denn in den Urlauben zuvor ging ich immer ans Limit und wollte unbedingt eine bestimmt Pace erreichen (meistens unter einer 6er Pace) aber dann war ich auch immer kaputt und mir ging es danach nicht gut. Dieses Mal sagte ich mir, dass ich auf die Pace pfeife und auch gerade weil ich sowieso die Grundlagenausdauer trainiere, einfach in Ruhe und ohne Druck laufe. So lief ich den ganzen Urlaub über in einer 7er Pace und konnte allerdings leider nicht so wie zu Hause den Plus in einem GA1 Bereich halten. Aber für mich war es dennoch schön und auch wichtig dort zu laufen!

In diesen 3 Wochen war ich insgesamt nur 5-mal laufen, davon 3 Mal in der Hotelanlage und die anderen zwei Mal Im Hoteleigenen Gym! Und nach dem letzten Lauf auf dem Laufband musste ich eine weitere Erkenntnis einstecken. Überanstrenge dich nicht bei solchen Temperaturen und einer so hohen Luftfeuchtigkeit und vor allem trinke an solch einem Tag ausreichend und viel Wasser! Ich habe das leider alles unterschätzt und erlitt dadurch einen Hitzeschlag! Das war mir eine sehr große Lehre und ich hab dann einfach die restliche Zeit genossen ohne traurig zu sein nicht mehr laufen zu können beziehungsweise zu wollen. Auch wenn es Spaß macht, ich merke generell, dass ich beim Laufen immer mehr will und dann traurig bin, wenn es nicht so läuft wie ich es mir vorgestellt habe! Aber dieses Mal genoss ich es einfach die restliche Zeit nur faul zu sein! Dazu gehörte auch eine Massage am Strand, wobei ich richtig abschalten und alles Revue passieren konnte, einfach herrlich!

Die erste Woche verbrachten wir in der Hotelanlage, am Strand, am Meer und genossen die Sonne! Lernten die vielen verschiedenen Tiere kennen, die im Hotel frei lebten. Das Hotel hatte überall Tafeln aufgestellt wo erklärt wurde was das für Tiere sein. Am süßesten fand ich die Nasenbären, die auch sehr nah zu uns Menschen kamen, am liebsten hätte ich einen mit genommen ;P Junior fand die Agutis am besten. Ansonsten sah man immer wieder viele verschiedene, schön sowie singende Vögel und viele Leguans die es sich in der Sonne gemütlich machten. Aber das Highlight überhaupt war, als wir die freilebenden Affen im Resort sahen, das war echt unbeschreiblich!

In der zweiten Woche hatten wir dann ein Auto gemietet und erkundeten, das was möglich war mit einem 5 Jährigen Kind!

Als erstes ging es nach Coba, wo wir durch den Dschungel mit Fahrrädern fuhren und dann auf die Maya Pyramide klettern konnten. Das war sehr aufregend und hat Spaß gemacht und der Ausblick von dort oben war einfach Meag! Am Abend hatten wir dann ein Candle light Dinner am Strand für uns drei alleine! Das werde ich nicht vergessen, es war total romantisch, bei gutem Essen, softer Musik, Sekt und Meeresrauschen den Abend ausklingen zu lassen!

Zwei Tage später ging es dann zur Maya Ruine Tulum die direkt am Strand liegt! Auch wenn das Wetter an dem Tag nicht so gut war, hat auch dieser Ausflug viel Spaß gemacht. Dieses Fleckchen auf der Erde ist schon sehr speziell, die Farbe des Meeres ist außergewöhnlich Türkis und einfach nur schön! Danach ließen wir uns Burritos, Burger und Pizza schmecken!

Ein ziemlich spontaner Ausflug ging an einem anderen Tag nach Playa del Carmen! Dort angekommen gingen wir zu einem Torbogen wo Junior unbedingt hin wollte, er kannte diesen schon von Foto´s von seinen Großeltern.

Und danach entschieden wir uns mit der schnell Fähre nach Cozumel zu fahren! Tja uns allen wurde wirklich sehr schlecht aber zum Glück musste sich niemand übergeben! Dort angekommen erkundeten wir die Insel, inklusive Drone und kauften auch einige Mitbringsel!

Das letzte Abenteuer ging in den Xplor Park, dort fuhren wir mir riesen Seilbahnen-Zip-lines von Turm zu Turm! Sogar Junior traute sich und musste zwei Mal alleine fahren sonst war er immer mit Papa verbunden! Er hat das so super gemacht, unser kleiner Held! Ansonsten konnten wir dort mit einem Amphibienfahrzeug zweimal je 5 Kilometer fahren und mein Mann schwamm auf einem Floß mit Junior durch die Tropfsteinhöhlen, alles in einem ein tolles Abenteuer!

So endete die zweite Woche und die letzte brach an! Diese wurde dann wieder mit entspannen am Strand und auch mal am Pool genossen, sowie gutem Essen. Den das Hotel verfügt über 7 a la carte Restaurants und wir haben diese mit viel Freude genutzt und dennoch habe ich, wieso auch immer abgenommen! Das war so nicht geplant und hat mich verwundert, vor dem Urlaub waren es nämlich 75,4kg und dann danach 74,4kg!

Wir sind super zufrieden diesen Urlaub gemacht zu haben zumal Junior in diesem Jahr zur Schule gehen wird und wir dann an die Ferienzeiten gebunden sind! Aber ich bin mir sicher, dass wir nicht das letzte Mal in Mexico waren!  Wieder zu Hause im kalten Deutschland widme ich mich nun dem Training für den Halbmarathon im April! Es läuft nicht so wie ich es mir gewünscht habe, wegen einem kleinen Schnupfen, aber es soll ja auch bloß nie langweilig und leicht werden, nicht wahr? In diesem Sinne, stecke ich natürlich nicht den Kopf in den Sand sondern kämpfe wie immer weiter!

Eure Sandra! 🙂


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